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Bei dem Badeunfall am Schweinfurter Baggersee ist nun auch das zweite Kind verstorben

Richard Krauss

15. Aug. 2025

Ersthelfer leisteten bei den Mädchen im Alter von sechs und acht Jahren Erste Hilfe – Polizei ermittelt zu Unfallursache

aktualisiert 16.08.2025 - 19:41


SCHWEINFURT : Am Donnerstagabend ist es am Schweinfurter Baggersee zu einem schweren Badeunfall gekommen. Gegen 20.15 Uhr entdeckten Ersthelfer zunächst ein im Wasser treibendes achtjähriges Mädchen. Obwohl die beiden Kinder aus dem Wasser gerettet wurden, sind beide Kinder sind am Freitag und Samstag verstorben.


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Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar. Die Ermittlungen laufen. Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, sich bei der Schweinfurter Polizei unter der Telefonnummer Schweinfurter Polizei unter der Nummer 09721 / 202‑0 zu melden.



Präventiion und erste Hilfe

Baggerseen gelten als besonders tückisch, weil sie oft steil abfallende Ufer haben, in der Tiefe deutlich kälteres Wasser aufweisen und teils unsichtbare Hindernisse wie Äste, Steine oder versunkene Gegenstände bergen.


Selbst geübte Schwimmer können durch plötzliche Kälteschocks, Krämpfe oder Strömungen in Gefahr geraten. Kinder sollten niemals unbeaufsichtigt ins Wasser gehen und stets in Reichweite einer aufsichtführenden Person bleiben.


Offizielle Warn- und Hinweisschilder sind unbedingt zu beachten.


Im Notfall zählt jede Sekunde:

  • Ruhig bleiben und schnell handeln – sofort den Notruf 112 absetzen und den Unfallort präzise schildern.


  • Eigengefährdung vermeiden – nur ins Wasser gehen, wenn man sich der eigenen Schwimm- und Rettungsfähigkeit sicher ist.


  • Verunglückte an Land bringen – dabei Kopf über Wasser halten und, falls möglich, Schwimmhilfen oder Wurfgeräte einsetzen.


  • Atmung prüfen – wenn keine Atmung vorhanden ist, sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen: 30 Mal drücken, 2 Mal beatmen, in stetigem Wechsel.


  • Bei vorhandener Atmung die stabile Seitenlage anwenden, um die Atemwege freizuhalten.


  • Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes weitermachen oder die Person engmaschig überwachen.


Schnelles Eingreifen, wie im aktuellen Fall durch die Ersthelfer, erhöht die Überlebenschancen deutlich.


Frühzeitige Schulungen in Erster Hilfe und Schwimmtraining sind entscheidend, um in kritischen Momenten richtig reagieren zu können.







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